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Berufsschule

Mechaniker/in für Reifen- und Vulkanisationstechnik
Mechaniker/in für Reifen- und Vulkanisationstechnik ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach der Handwerksordnung (HwO).
Der Beruf wird im Handwerk in den beiden folgenden Fachrichtungen ausgebildet:

- Reifen- und Fahrwerktechnik
- Vulkanisationstechnik




Mechaniker/-innen für Reifen- und Vulkanisationstechnik Fachrichtung Reifen- und Fahrwerktechnik:

• warten, prüfen und reparieren Fahrwerke und Rad-Reifen-Systeme sowie Lenkungen, Brems-, Abgas- und Klimaanlagen,
• defekte Bauteile setzen sie instand oder tauschen sie ggf. aus,
• Reifen untersuchen Sie auf Fehler und Mängel und beurteilen aufgrund des Abriebbildes, ob eine Reparatur sinnvoll oder der Austausch notwendig ist,
• sie wuchten Reifen aus, vermessen Fahrwerke und stellen Spur, Sturz und Nachlauf ein,
• zudem beraten sie Kunden im Hinblick auf die anstehenden Arbeiten und helfen bei der Auswahl passender Ersatzteile, z.B. eines Reifentyps,
• auf Kundenwunsch rüsten sie Fahrzeuge auf Sonderräder und -reifen um oder statten Fahrzeuge mit Anbauteilen aus, etwa mit Spoilern,
• neben Reifen, Felgen und Kompletträdern verkaufen sie auch Zubehör wie Schneeketten oder Radzierkappen.



Mechanikerinnen für Reifen- und Vulkanisationstechnik in der Fachrichtung Vulkanisationstechnik:

• untersuchen Reifen auf Fehler und Mängel und beurteilen aufgrund des Abriebbildes, ob eine Reparatur sinnvoll, der Austausch notwendig oder eine Runderneuerung möglich ist,
• zudem beraten sie Kunden im Hinblick auf die anstehenden Arbeiten und helfen bei der Auswahl passender Reifen, insbesondere im Nutzfahrzeugbereich,
• sie warten und reparieren Reifen aller Art.
• Reifen aller Fahrzeugarten erneuern sie mit verschiedenen Verfahren,
• Förderbandanlagen und Fördergurte warten sie und setzen sie instand,
• sie stellen Gummiauskleidungen sowie Gummibeläge her und setzen sie instand.

Mechaniker/innen für Reifen- und Vulkanisationstechnik der Fachrichtung Reifentechnik arbeiten in Reifenservicestationen, bei Reifenhändlern oder Kraftfahrzeugreparaturbetrieben. Sie arbeiten hauptsächlich in Werkhallen, Montagehallen sowie in Werkstätten, auf Betriebshöfen und in Materiallagern. Außerdem können sie im Nutzreifen-Pannendienst tätig sein. Bei einer Beschäftigung im Reifenhandel sind sie auch in Verkaufsräumen tätig.
In der Fachrichtung Vulkanisationstechnik gibt es Beschäftigungsmöglichkeiten. in Vulkanisierwerken und in Betrieben, die gebrauchte Reifen runderneuern. Ferner in Betrieben mit Förderbandanlagen.
3 Jahre
Die Ausbildung findet an den Lernorten Betrieb und Berufsschule statt. Ab dem dritten Ausbildungsjahr erfolgt die Ausbildung in einer der Fachrichtungen:

• Reifen- und Fahrwerktechnik
oder
• Vulkanisationstechnik.

Ausbildungsbetriebe sind Betriebe des Reifenfachhandels, Reifenservicestationen und Runderneuerungsbetriebe.

Drei einwöchige Kurse für die überbetriebliche Unterweisung finden in München statt.
Der Berufsschulunterricht erfolgt als Blockunterricht in drei bis fünfwöchigen Unterrichtsblöcken in landesübergreifenden Teilbundesfachklassen.
Der berufsbezogene Unterricht erfolgt in 12 Lernfeldern
Grundsätzlich wird - wie bei allen anerkannten, nach dem Berufsbildungsgesetz oder der Handwerksordnung geregelten Ausbildungsberufen - keine bestimmte schulische oder berufliche Vorbildung rechtlich vorgeschrieben.
Die Betriebe stellen im Ausbildungsberuf Mechaniker/in für Reifen- und Vulkanisationstechnik Auszubildende mit Hauptschulabschluss ein. Über ein Viertel der Auszubildenden haben einen mittleren Bildungsabschluss.
Arbeitszeit
Die Arbeitszeit ist in der Regel tariflich geregelt und beträgt zwischen 38 und 40 Stunden.
Ausbildungsvergütung
Auszubildende erhalten eine monatliche Ausbildungsvergütung, deren Höhe meist tarifvertraglich festgelegt ist.
Die durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung pro Monat betrug im Jahr 2005 für den Ausbildungsberuf Mechaniker/in für Reifen- und Vulkanisationstechnik:
Alte Bundesländer
1. Ausbildungsjahr: € 435
2. Ausbildungsjahr: € 470
3. Ausbildungsjahr: € 522
Nach drei Ausbildungsjahren wird eine Prüfung vor den Prüfungsausschuss der Handwerkskammer abgelegt. Nach der Hälfte der Ausbildung findet eine Zwischenprüfung zur Ermittlung des Ausbildungsstandes statt. Der Prüfungsausschuss ist unter anderem mit Lehrern der Schule besetzt.
Mit Berufsschulabschluss und bestandener Abschlussprüfung erlangt man den Sek I Abschluss, unter bestimmten Bedingungen auch den Erweiterten Sek I Abschluss.
Nach abgeschlossener Berufsausbildung arbeiten Mechaniker/innen für Reifen- und Vulkanisationstechnik in Runderneuerungsbetrieben und Reifenservicestationen. Sie können sich beispielsweise als Reifen-Servicetechnikerin oder Reifen Servicetechniker und als Kundenberaterin oder Kundenberater im Reifenservice spezialisieren.

Wer als Ausbilder oder Ausbilderin tätig sein möchte, schafft durch das Ablegen der Ausbildereignungsprüfung gute Voraussetzungen.

Durch fachbezogene Lehrgänge, Kurse und Seminare zu Themen wie Kunststofftechnologie und Kunststoffkunde oder Qualitätssicherung können sich die Mechaniker/innen für Reifen- und Vulkanisationstechnik beruflich auf dem Laufenden halten.

Weiterbildung kann auch der Schlüssel zum Aufstieg in leitende Funktionen sein. Mechaniker/innen für Reifen- und Vulkanisationstechnik können z.B. die Prüfung als Vulkaniseur- und Reifenmechanikermeisterin oder -meister ablegen oder eine Fortbildung zum Beispiel als Kunststoff- und Kautschuktechnikerin oder -techniker absolvieren.

Als Vulkaniseur- und Reifenmechanikermeisterin oder -meister ist die Leitung einer Reifenservicefiliale, eine leitende Tätigkeit in einem Runderneuerungsbetrieb oder auch der Schritt in die Selbstständigkeit möglich.
Wenn Sie mehr über diesen Beruf wissen wollen, benutzen Sie bitte folgende Adresse:
Bundesagentur für Arbeit
StD S. Deutsch, Koordinator Fahrzeugtechnik,
Telefon: 05136-8992-0

E.Mail: Kontaktformular
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